Rezension zu Ich, Eleanor Oliphant

„Ich bin eine Einzelkämpferin, die letzte Überlebende. Ich bin Eleanor Oliphant. Ich brauche niemanden sonst. Es gibt keine große Leere in meinem Leben, kein fehlendes Puzzelstück, die mich vervollständigen würden. Ich bin mir selbst genug ein kleines Elementarteilchen.“

Wie Eleanor Oliphant die Liebe suchte und sich selbst dabei fand

Eleanor Oliphant ist anders als andere Menschen. Eine Pizza bestellen, mit Freunden einen schönen Tag verbringen, einfach so in den Pub gehen? Für Eleanor undenkbar! Und das macht ihr Leben auf Dauer unerträglich einsam. Erst als sie sich verliebt, wagt sie sich zaghaft aus ihrem Schneckenhaus – und lernt dabei nicht nur die Welt, sondern auch sich selbst noch einmal neu kennen.


Eckdaten:

Title: Ich, Eleanor Oliphant
Autorin: Gail Honeyman
Verlag: Bastei Lübbe
Preis: 20,00€ Hardcover
ISBN: 9783431039788

 

 

Meinung:

Die ruhige, gut organisierte Eleanor Oliphant führt ein absolut strukturiertes Leben. Sie isst jeden Abend Pasta mit Pesto, Freitags immer Pizza und über das ganze Wochenende hinweg verteilt trinkt sie zwei Falschen Wodka. Seit wann? Eigentlich seit immer. Sie kann sich nicht mehr daran erinnern, wann ihr Leben eigentlich anders gelaufen ist. Eleanor verkörpert nach außen eher die mürrische graue Maus, die nichts mit ihren Arbeitskollegen zu tun haben möchte. Sie isst jeden Mittag alleine und natürlich auch hier immer das selbe. Deshalb wirkt für viele Arrogant und Überheblich.
Obwohl sie so doch gar nicht ist.

Mit viel Liebe, Feingefühl und absoluter Hingabe schrieb Gail Honeyman einen Roman, der einen berührt. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten um mit Eleanor warm zu werden hat man sie nach den 500 Seiten sie dann doch sehr ins Herz geschlossen. Eleanor ist eine Frau für die man sich in manchen Punkten Fremdschämt und mit der man trotzdem lacht.

Die Geschichte zeigt die Entwicklung eine zunächst nicht offensichtlich schwachen Frau, welche immer stärker wird. Es ist eine Geschichte über die man länger nachdenkt als nur beim lesen. Sie lässt einen lachen, weinen, schocken. Diese Geschichte ist trotz trauriger Handlung eine kraftvolle, außergewöhnliche und beeindruckende welche ich jedem nur ans Herz legen kann.

Fazit:

Eine besondere Frau, eine besondere Geschichte und vor allem ein besonderes Buch. Eleanor Oliphant ist für mich nun eine Verkörperung aller unpassenden passenden Dinge.

 

 

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